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Anstöße 26 - "NICHT UNTER EIN KOPFTUCH ZU KRIEGEN – LEBENSWELTEN JUNGER MUSLIMAS“
Vortrag von Sakine Subasi-Piltz (Bremen)
Moderation: Ida Hiller, Frauenbeauftragte der Stadt Nürnberg
In ganz Europa existiert eine ganze Bandbreite an Forschungen, die sich mit der islamischen Religiosität in Europa lebender Menschen befassen. Geschlechtsspezifische Aspekte bleiben dabei ein wenig unterrepräsentiert. Lediglich die frauenspezifischen Untersuchungen häufen sich. Inbesondere durch die Beschäftigung mit dem Thema "Kopftuch" konnten unterschiedliche Einblicke in islamisches Leben in Europa gewonnen werden.
Die deutsche Kopftuchforschung bildet die Grundlage von Sakine Subasi-Piltz’ Forschungen, aus denen sie an diesem Abend einige Ergebnisse vorstellt. Ihre Untersuchungen beziehen sich auf muslimische Studentinnen, die nach ihren religiösen Einstellungen, ihren Wert- und Erziehungsvorstellungen, sowie nach ihren weiblichen Selbstkonzepten befragt wurden. In der Darstellung der religiösen Selbstentwürfe wird nahezu übereinstimmend deutlich, dass die jungen Frauen sich selbst als modern, "emanzipiert" und gebildet und dem "wahren Islam" folgend darstellen und sich dabei explizit von ihren Eltern abgrenzen, die sie häufig als ungebildet, unmodern und traditionell beschreiben. Diese Frauen, überwiegend Töchter von ArbeitsmigrantInnen, gelten dadurch gegenüber den Elterngenerationen als Zeuginnen des Wandels von islamischen Wert-und Erziehungsvorstellungen und werden deswegen u.a. als "Neo-Muslimas" bezeichnet.
Sakine Subasi-Piltz (Dipl.-Päd.) ist freie wissenschaftliche Autorin und Referentin mit Schwerpunkt auf frauenspezifischen Themen im islamischen Kontext. Mehr Informationen zu Sakine Subasi-Piltz: www.textproduktion.net/
Schirmherr der Reihe: Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly
Veranstalter: Amt für Kultur und Freizeit, Amt für Wohnen und Stadterneuerung, Ausländerbeirat, Bildungszentrum, Pädagogisches Institut, Institut für soziale und kulturelle Arbeit ISKA, Xenos Nürnberg e.V.
